Maximaler Kaufpreis berechnen: Was kann ich mir leisten? (2026)
Wer eine Immobilie kaufen will, stellt sich fast immer zuerst eine Frage: Wie hoch darf der Kaufpreis maximal sein, damit die Monatsrate dauerhaft passt? Genau dafür ist diese Seite da. Sie hilft Ihnen, Ihre Leistbarkeit realistisch einzuordnen – auf Basis von Wunschrate, Zins, Tilgung, Eigenkapital und Kaufnebenkosten.
Wichtig: Die Ergebnisse sind Richtwerte. Ob und in welcher Höhe eine Finanzierung möglich ist, hängt zusätzlich von Faktoren wie Einkommen, Ausgaben, Rücklagen, Objektzustand und Bankkriterien ab.
Was der Rechner liefert
Mit wenigen Eingaben sehen Sie sofort:
- Maximales Darlehen (aus Wunschrate, Zins und Tilgung abgeleitet)
- Maximalen Kaufpreis (Darlehen + Eigenkapital abzüglich Nebenkosten)
- Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar/Grundbuch, optional Makler)
- Restschuld nach Zinsbindung (z. B. nach 10/15/20/25 Jahren)
So bekommen Sie ein Gefühl dafür, welcher Kaufpreisrahmen zu Ihrer Wunschrate passt – und wie „entspannt“ die Finanzierung nach Ablauf der Zinsbindung wäre.
Maximaler Kaufpreis / Leistbarkeit (Rechner)
Richtwert anhand Ihrer Wunschrate, Zins/Tilgung, Eigenkapital & Nebenkosten – inkl. Restschuld nach Zinsbindung.
Warum der „maximale Kaufpreis“ oft falsch geschätzt wird
Viele rechnen zu vereinfacht: „Wenn die Rate passt, passt auch der Kaufpreis.“ In der Praxis sind es aber meist drei Punkte, die den Rahmen deutlich verändern:
1) Nebenkosten werden unterschätzt
Je nach Bundesland und Maklerbeteiligung liegen die Kaufnebenkosten schnell bei 7–12% (oder mehr). Das sind bei 400.000 € Kaufpreis nicht selten 30.000–50.000 €, die zusätzlich finanziert oder aus Eigenkapital gezahlt werden müssen.
2) Zinsbindung & Restschuld werden ignoriert
Die Monatsrate kann heute passen – aber entscheidend ist auch die Frage: Wie hoch ist die Restschuld nach 10/15 Jahren? Je höher die Restschuld, desto wichtiger wird später die Anschlussfinanzierung.
3) Eigenkapital wird falsch „verplant“
Eigenkapital kann in die Nebenkosten fließen oder direkt in den Kaufpreis. Wenn ein großer Teil für Nebenkosten verwendet wird, bleibt weniger übrig, um den Kaufpreis zu erhöhen. Darum ist der maximale Kaufpreis fast immer niedriger als erwartet.
So nutzen Sie die Ergebnisse richtig (kurz & praxisnah)
Damit der Rechner Ihnen wirklich hilft, orientieren Sie sich an diesen Punkten:
- Maximales Darlehen: Das ist der Kreditrahmen, der aus Rate, Zins und Tilgung folgt.
- Maximaler Kaufpreis: Das ist der Kaufpreis, der inklusive Nebenkosten in Ihr Budget passt.
- Nebenkosten: Je höher die Nebenkosten, desto stärker sinkt der mögliche Kaufpreis.
- Restschuld: Je niedriger die Restschuld am Ende der Zinsbindung, desto entspannter ist die Anschlussphase.
- Puffer einplanen: Viele Käufer lassen bewusst Luft für Rücklagen, Modernisierung oder unvorhergesehene Kosten.
Beispielrechnung (damit Sie ein Gefühl bekommen)
Angenommen, Sie möchten monatlich 1.500 € für Ihre Finanzierung einplanen, bei 2,0% Sollzins und 3,0% Tilgung. Zusätzlich fallen (je nach Region) Nebenkosten an, z. B. Grunderwerbsteuer, Notar/Grundbuch und optional Makler.
Der Rechner zeigt Ihnen dann:
- wie hoch das maximale Darlehen aus dieser Rate ist,
- welcher Kaufpreisrahmen inklusive Nebenkosten möglich ist,
- und wie viel Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung übrig bleibt.
So sehen Sie auf einen Blick, ob Ihr Kaufpreisziel „im Rahmen“ liegt – oder ob Sie eher mit Kaufpreis, Eigenkapital oder Rate nachjustieren sollten.
Typische Zusatzfaktoren, die den Rahmen beeinflussen können
Neben dem rechnerischen Ergebnis spielen in der Praxis häufig weitere Punkte eine Rolle, z. B.:
- Haushaltsrechnung (monatliche Fixkosten, Lebenshaltung, bestehende Kredite)
- Rücklagen & Puffer (für Reparaturen, Instandhaltung, Modernisierung)
- Objektzustand (Sanierungsbedarf beeinflusst Budget und Finanzierungsspielraum)
- Energiezustand / laufende Kosten (Heizung, Dämmung, Verbrauch)
- Beleihung & Eigenkapitalquote (Einordnung durch den Finanzierungspartner)
Der Rechner hilft bei der Orientierung – für die konkrete Kaufentscheidung lohnt sich immer der Abgleich mit Ihren persönlichen Rahmenbedingungen.
Häufige Fragen
Zählt Eigenkapital automatisch zum Kaufpreis?
Ja – aber im Rechner wird Eigenkapital zusammen mit dem Darlehen als Budget betrachtet, aus dem Kaufpreis + Nebenkosten bezahlt werden.
Warum sind Nebenkosten so entscheidend?
Weil sie je nach Bundesland und Makler schnell mehrere zehntausend Euro ausmachen – und damit den maximalen Kaufpreis deutlich reduzieren können.
Was ist ein „guter“ Restschuld-Wert nach 15 Jahren?
Je niedriger, desto entspannter. Entscheidend ist, ob die Restschuld bei realistischen Zinsen weiter tragbar bleibt.
Ist das Ergebnis verbindlich?
Nein, es ist eine Orientierung. Banken prüfen zusätzlich Einkommen, Haushaltsrechnung, Rücklagen, Objekt, Energiezustand und Sicherheiten.
Passende Angebote am Bodensee ansehen?
Wenn Sie schon eine grobe Preisvorstellung haben, schauen Sie sich gern die aktuellen Angebote an. So bekommen Sie schnell ein Gefühl, was in Ihrem Rahmen realistisch ist – inklusive Lage, Ausstattung und Objektart.
Nächster Schritt: Rahmen festlegen, dann gezielt suchen
Wenn Sie Ihren Kaufpreisrahmen kennen, wird die Suche deutlich leichter. Achten Sie dabei besonders auf:
- Lage & Mikrolage
- laufende Kosten (Hausgeld, Heizung, Instandhaltung)
- Zustand/Modernisierung
- sinnvolle Reserve für Unvorhergesehenes
So vermeiden Sie Besichtigungen, die nicht passen – und können schneller entscheiden, wenn das richtige Objekt auftaucht.